DAX Analyse zum 12.12.2016

DAX-Analysen Patrik Uhlschmied 1.533 Leser

Kehrseite der Medaille

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

was war das für eine verrückte aber dennoch längst überfällige Handelswoche. Ein Kursplus von weit über 700 Punkten! Das entspricht einem Kursgewinn von rund 150 Punkten pro Tag! Die Party ist in vollem Gange. Doch ich betrachte den massiven Anstieg sowohl mit einem lachenden, als auch mit einem weinenden Auge. Auf der einen Seite freuen sich viele Anleger, dass der DAX endlich aus der Seitwärts-Konsolidierung ausgebrochen ist und das endlos wirkende Warten endlich Früchte trägt. Doch auf der anderen Seite werden solche starken Trendphasen nicht ausschließlich durch Neukäufe oder dem Aufstocken bestehender Positionen ausgelöst. Sondern auch durch das Glattstellen einiger Gegenpositionen. Viele Depots wurden zerstört. Mit ihnen platzen Träume, Wünsche und Hoffnungen. Es ist der Schmerz und die Trauer über die nutzlos wirkende investierte Zeit. Das ist die Kehrseite der Medaille.


Charttechnische Gesamtbetrachtung des DAX

Wochenansicht

Des Öfteren habe ich bereits ein solches bevorstehendes Ereignis angesprochen. Anfang 2015 waren wir in einer ähnlichen Situation, wie jetzt. Nach einer Abwärtsbewegung haben wir zunächst den Abwärtstrend überwunden, verharrten einige Wochen an diesem und brachen dann nach oben aus. Die Konsequenz war eine massive Rallye bis hin zum derzeitigen Allzeithoch. Diese Rallye dauerte über 2.700 Punkte an. Dabei erstreckte sich die vorangegangene Konsolidierung bei weitem nicht so lange, wie die jüngst zurückliegende. Ist dies ein Zeichen für eine massivere Rallye, als die in 2015? Jedenfalls wurde der Ausbruch vergangene Handelswoche geglückt. Dieser Ausbruch verlief auf Wochenbasis eindeutig und lässt aufgrund der impulsiven Bewegung keinen Zweifel daran. Zudem war der Wochenschlusskurs beinahe am Wochenhoch. Die Bollinger Bänder breiten sich aus und deuten keine Änderung vom aktuellen Kurs an. Der RSI lässt ebenfalls noch deutlich Luft nach oben zu. Die nächste Hürde stellt das vorangegangene Hoch bei ca. 11.435 Punkten dar. Auch hier befindet sich ungefähr das 78,6er Fibonacci-Retracement der vorangegangenen Abwärtsbewegung. Überwindet der DAX auch diesen Widerstandsbereich, so ist das Allzeithoch nicht mehr weit.

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Fazit: Ich gehe übergeordnet von anhaltend steigenden Kursen aus.


Tagesansicht

In der Tagesansicht ist der DAX natürlich mittlerweile stark überkauft. Was einen in starken Trendphasen erst einmal nicht beunruhigen braucht. Zumal ebenfalls noch keinerlei Divergenz besteht. Zusätzlich breiten sich beide Bollinger bänder weiterhin aus, was erstmal noch auf kein Ende der Bewegung schließen lässt. Was mir lediglich in Bezug auf die letzte Tageskerze auffällt, sie war nicht mehr so mächtig, wie die vorangegangenen. Kein Tagesschlusskurs am Tageshoch, kein Aufwärtsgap, erste marginale Gegenbewegungen. Diese führe ich erstmal auf leichte Gewinnmitnahmen zurück. Zumal der DAX sich im außerbörslichen Handel wieder darüber befindet.

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Fazit: Ich gehe vorerst von einer sich abschwächenden Aufwärtsbewegung aus. Womöglich bis zum oben genannten, letzten Hoch/Fibonacci-Retracement. Daraufhin rechne ich mit einer Konsolidierung. Ob diese allerdings in einer größeren Korrektur stattfindet, bin ich mir noch nicht so sicher.


Trading-Strategie

Stundenansicht

Derzeit erachte ich es nicht für sinnvoll, neue Positionen einzugehen.

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Dass Sie keine dieser Kursmarken mehr verpassen, können Sie mit Hilfe des TraderFox Trading-Desks (Kostenlose Registrierung für das Trading-Desk) Kursalarme an diesen Punkten festlegen. Selbiges gilt für die Aufwärtstrendlinie. Darüber hinaus ist es unglaublich wichtig auf ein ausgewogenes Risk- und MoneyManagement zu achten sowie die Positionen per Stop-Loss abzusichern. Dies wird im Notfall Verluste begrenzen und das Handelskonto schützen.

Trauern Sie keiner vergebenen Trading-Chance hinterher, die nächste kommt bestimmt!

Patrik Uhlschmied

 

Bildherkunft: Fotolia 121781462

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