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Das Zeitalter von KI ist angebrochen: NVIDIA ist führend

Michael Seibold ist als freier Redakteur beschäftigt. Artikel von freien Redakteuren stellen deren eigene Meinung dar und müssen mit der von aktien nicht korrespondieren.
Von der Überzeugung geleitet, dass sich eines Tages der PC als Konsumgerät für Spiele und Multimedia durchsetzen würde, gründeten Jen-Hsun Huang, Chris Malachowsky und Curtis Priem 1993 Nvidia. CEO Huang und Gründer besitzt heute ein Aktienpaket von 3,87 % der ausstehenden Aktien mit einem derzeitigen Wert von 4,6 Milliarden US-Dollar und ist die treibende Kraft hinter Nvidia. Im Jahr 1999 war dann die Initialzündung für das Wachstum des Marktes mit PC-Spielen. Damit konnte die Computergrafik neu definiert werden und das Parallelcomputing wurde revolutioniert. Grafikprozessgestütztes Deep Learning setzt die moderne KI in Gang und leitet das Computing der neuen Generation ein. Fortschritte bei künstlicher Intelligenz (KI) könnten die nächsten 10 Jahren extrem viele Bereiche unseres Lebens verändern. Auch im Bereich autonomen Fahrens hat Nvidia früh die Zeichen der Zeit erkannt. Auch wenn die letzten 20 Jahre Renditen in der Spitze bis zu 12.000 % gebracht haben, die das Leben so mancher früher Investoren verändert haben dürfte, so gibt es doch einige Gründe, warum Nvidia auch das nächste Jahrzehnt den Markt outperformen könnte.

Die Zeit für GPUs ist angebrochen

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https://nvidianews.nvidia.com/multimedia

Das Mooresche Gesetz konnte sich 30 Jahre lang bewähren, indem die Leistung von Mikroprozessoren um 50 % pro Jahr gewachsen ist. Doch irgendwann ist es ganz natürlich, dass die Halbleiterphysik an ihre Grenzen stößt und sich somit die Leistung von CPUs nur noch um 10 % im Jahr steigern lässt. Die Generation GPU Computing ist angebrochen und wird Nvidia in die Zukunft weisen. Bis 2025 wird eine 1000-fache Beschleunigung realisierbar sein. Nvidia wird wissenschaftliche Entdeckungen zweifelsohne durch ihre Grafikprozessoren beschleunigen. Für den schnellsten Supercomputer der Welt Summit liefert Nvidia nämlich 27.000 NVIDIA Volta-Grafikprozessoren mit Tensor- Recheneinheiten.

Zeitalter von KI

Das Zeitalter von KI konnte ins Leben gerufen, als drei Faktoren zusammenkamen: die Erfindung von Deep-Learning-Algorithmen, die Verfügbarkeit gewaltiger Datenspeicher sowie die intensive Leistung von Grafikprozessoren. Selbstfahrende Autos nutzen Deep Learning, um zu begreifen, welchen Raum ein Fahrzeug einnimmt und wo sich Hindernisse befinden. Autonome Fahrzeuge werden die 10 Billionen US-Dollar schwere Transportbranche aufmischen. Mit NVIDIA DRIVE™ hat man eine skalierbare KI-Automobilplattform für das gesamte Spektrum des autonomen Fahrens aufgebaut. Mit AutoX und dem schwedischen Autohersteller NEVS wurde eine Partnerschaft eingegangen, die ab 2020 in Europa selbstfahrende Taxis auf die Straße bringen soll. Das Start-up Optimus Ride startete zudem kürzlich ein Pilotprogramm, um in Brooklyn selbstfahrende Shuttlebusse zu testen, die auf der DRIVE-Plattform laufen.

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NVIDIAs Automotive-Segment generierte im letzten Jahr 710 Millionen Dollar Umsatz, 22 % mehr als im Vorjahr.

Dominanz im Grafikkartenmarkt

Die anfangs genannten Kursgewinne sind das Ergebnis der Dominanz des Unternehmens im Markt der Grafikprozessoren. Seit 2005 hat man gegenüber dem Dauerrivalen Advanced Micro Devices die Nase vorn.

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SEC-Filings der Unternehmen (zweites Quartal 2019). Umsatzentwicklungen von 2013 bis 2018

Das Gaming-Segment ist derzeit immer noch die größte Sparte und steuert ca. 50 % des Gesamtumsatzes bei. Die Umsätze haben sich in den letzten 5 Jahren mehr als verdoppelt, die Gewinne sogar verdreifacht. Das liegt daran, dass sich mit Top-Prozessen erstklassige Margen erzielen lassen. Trotz der kurzzeitigen Schwäche durch eine Abkühlung in den Gaming- und Datencenter-Verkäufen generierte Nvidia 2,4 Milliarden an freiem Cashflow. Mit einer Netto- Cash Position von derzeit 6,5 Milliarden US-Dollar gibt dies dem Unternehmen gegenüber AMD einen starken Vorteil, nämlich ein besseres Verhältnis von Bargeld zu Schulden.

Dividendenzahlungen seit 2012

Dank der hohen Profitabilität bekommen auch Investoren einen Teil vom Kuchen ab. 2012 begann Nvidia mit einer ersten Dividendenzahlung damals in Höhe von 30 US-Cent je Aktie, was auf den ersten Blick nicht viel erscheint. Doch dank des Wachstums konnte man die Dividende stand heute bereits mit 64 US-Cent je Aktie mehr als verdoppeln. Auch in Zukunft werden weiter steigende Zahlungen erwartet.

Mit Mellanox zementiert NVIDIA die Position im Bereich Daten Center

In diesem Jahr hat Nvidia die Schwäche im Datencenter-Markt genutzt und den israelischen Anbieter von Netzwerkprodukten Mellanox zu übernehmen. Mit der 6,9 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme versetzt dies den Konzern in die Lage wieder von steigenden Umsätzen zu profitieren und seine Marktposition auszubauen. Mellanox Umsätze stiegen im Jahr 2018 um 26 % auf 1,09 Milliarden US-Dollar. Dabei blieb ein Gewinn in Höhe von 267 Millionen übrig.

FAZIT

Chip-Aktien sind teils sehr volatil. Die logische Konsequenz daraus ist, dass die Halbleiterindustrie sehr zyklisch ist.
Nvidia begann als Grafikspezialist für PC-Gamer. Nun werden die Hardwarelösungen des Unternehmens auch auf anderen Feldern genutzt, etwa KI und Robotik. Diese Bereiche könnten von der schieren Power der Grafikkarten profitieren.

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Mit einem Piotroski F-Score 8 von 9 weist das Unternehmen eine hohe Finanzkraft auf. Für mich zeichnet Nvidia viele Kriterien auf, die Aktie vielleicht sogar für immer zu halten. Fest steht, Künstliche Intelligenz wird Fortschritte in einem Umfang bewirken, wie es sie seit der industriellen Revolution nicht mehr gab.

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Liebe Investoren, ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg an der Börse.

Bis zur nächsten spannenden Story,
Michael Seibold
Bildherkunft: Adobe Stock: 205627811

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