Eine der trendstabilsten US-Technologieaktien im Big Data Sektor

Kommentare Max Braunleder 862 Leser
Dass im Zuge der Digitalisierung Technologieaktien schon seit geraumer Zeit sehr stark laufen, ist längst kein Geheimnis mehr. Aus volkswirtschaftlicher Sicht hat diese Entwicklung gerade erst begonnen, und allgemein bekannt ist, dass wir uns noch gar nicht im Klaren sein können, welche Auswirkungen sie haben wird. Doch auch wenn die digitalisierte Zukunft in einigen Feldern noch eine Blackbox zu sein scheint – eins ist sicher: Technologieunternehmen sind aktuell in einer sehr profitablen Situation, wenn sie die Zukunft aktiv mitgestalten, anstatt nur die bisherigen Erfolge zu verwalten. Deshalb behandelt der heutige Artikel ein US-Technologieunternehmen im Big Data und Data-Security Bereich, das in den letzten 3 Jahren unter geringer Volatilität angestiegen ist, und sich so im Traderfox Global Trend-Following Desk nach oben gekämpft hat:

Das aus Chicago stammende Big Data und Data Analytics Unternehmen TransUnion (3-Jahres-Trendstabilität 20,32) ist vermutliche einer der spannendsten Kundeninformationsanbieter der USA. Man kann sich das Unternehmen wie das digitalisierte und moderne Pendant zur hiesigen Schufa vorstellen: Mit Hilfe von Transaktionsdaten erstellt die Software des Unternehmens Analysen über Kreditwürdigkeit beziehungsweise Kredit- und Identitätssicherheit, und hilft den Privatkunden beim Schutz vor Identitätsklau oder Kreditmissbrauch.

Durch digitalisierte Kreditprozesse hat allein in den USA die Anzahl der Fälle von Kreditmissbrauch von 2016 auf 2017 um fast 50 Prozent zugenommen. Mit Hilfe von TransUnion erhalten Privatkunden direkte Benachrichtigungen, wenn ihr Name in Kreditgeschäften auftaucht, um Missbrauch unmittelbar vermeiden zu können. Sie können sich bequem von zu Hause aus Echtzeit-Analysen ihrer Kreditdaten visualisieren lassen und mit Hilfe eines Simulationstools abwägen, ob bestimmte Kreditentscheidungen in Zukunft einen negativen Einfluss auf Kreditwürdigkeit und -Sicherheit haben könnten. Darüber hinaus hilft die vollumfassende Datenbank mit mehr als 50 Petabytes an Daten (1 Petabyte = 1 Mio. Gigabyte) Unternehmen auch dabei, Auskünfte über Kundenboniät, bzw. deren Kredtwürdigkeit zu erhalten. Mit der Übernahme des Authentifizierungs-Spezialisten iovation, dessen Software weltweit auf fünf Milliarden technischen Geräten zu finden ist (z.B. das ClearKey Passwort-Authentifikations Tool), hat sich TransUnion noch stärker im Data Security Sektor aufgestellt. Die Übernahme der Callcredit Information Group, die die zweitgrößte Kreditinformationsstelle Großbritanniens darstellt, treibt auch den internationalen Expansionsdrang von TransUnion weiter stark an.

Dass die intelligente und kundenfreundliche Lösung des Unternehmens sowie die strategisch sinnvollen Übernahmen zu starkem Geschäftswachstum führen, dürfte kaum jemanden verwundern: Seit 2013 steigen Umsatz und Gewinn kontinuierlich an. In 2017 betrugen die Umsätze 1,93 Mrd. USD, der Gewinn lag bei über 441 Mio. USD. Schon in 2018 will TransUnion mehr als 2,18 Mrd. USD Umsatz und über 450 Millionen USD Gewinn realisieren. Bis 2020 soll das KGV der Aktie durch einen starken Gewinnanstieg auf unter 24 gesenkt werden, was die Aktie zwar nach wie vor nicht günstig, aber vor dem Hinblick der Zukunftsperspektive auch nicht zu teuer wirken lässt. In den letzten 12 Monaten konnte die Aktie mehr als 66 Prozent zulegen. In den letzten fünf Jahren waren es sogar fast 200 Prozent! Ich bin überzeugt davon, dass das Unternehmen bei gleichbleibend intelligentem Vorgehen auch in zukünftigen Jahren noch einige Anleger sehr glücklich machen kann.

transunion

(Tipp: Max Braunleder nutzt die TraderFox Trading-Software, um trendstabile Aktien aus Anlagetrends zu identifizieren. TraderFox verfügt über vorgefertige Listen zu allen wichtigen Anlagetrends)
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