Wirecard - Das ist erst der Beginn neuer Partnerschaften!

Der Onlinezahlungsabwickler Wirecard ansässig in Aschheim bei München ist ein aufstrebender DAX Konzern mit weltweit über 5.300 Mitarbeitern an 26 Standorten. Seine innovativen Zahlungsdienstleistungen reichen von Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr über das Risikomanagement bis zur Akzeptanz von Kreditkarten. Durch die immer weitere Vernetzung und digitaler werdenden Welt gewinnen innovative Zahlungslösungen an bedeutendem Wert.

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Wirecard ist einer der am schnellsten wachsenden Technologiekonzerne in Europa – und mittlerweile doch auf dem ganzen Globus vertreten: asiatisch-pazifischer Raum, Naher Osten/Afrika, Europa, Nordamerika sowie Lateinamerika.

Mittlerweile hat das 1999 gegründete Unternehmen über 279.000 Unternehmen bei der Abwicklung ihrer internationalen Geschäfte als Kunden gewonnen und baut diese Partnerschaften konsequent aus. Aus den Bereichen Retail, E-Commerce, Travel & Mobility, Telekommunikation und dem Bankensektor haben sie namhafte Großkonzerne, Mittelständer sowie Start-ups als Geschäftspartner. Mit der Mizuho Bank, WHSmith,Visa, American Express, Apple Pay und unter anderem Google Pay hat man bereits namhafte Partner, um nur einige davon zu nennen, bereits die Zusammenarbeit ausgebaut.

Weiterhin Hohes Wachstum

Wirecard konnte Anfang August mit beeindruckenden Halbjahreszahlen glänzen. Mit einem Umsatz- und EBIT-Wachstum von 36,7 beziehungsweise 38,5 % zählt der deutsche Zahlungsabwickler im Dax zu dem am stärksten expandierenden Unternehmen. Sowohl der Nettogewinn mit 50,7 % sowie das Transaktionsvolumen legte mit 37,5 % ebenfalls deutlich zweistellig zu. Unternehmen wie BASF, Aldi, Ikea sowie den japanischen Technologiekonzern Softbank konnte Wirecard für sich gewinnen.

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Erst der Beginn neuer Partnerschaften?

Bereits im April stieg das japanische Beteiligungsunternehmen Softbank über eine Wandelschuldverschreibung mit 900 Millionen Euro bei Wirecard ein. Außerdem hat man ein Memorandum of Understanding (MoU) zur Zusammenarbeit im Bereich digitaler Lösungen unterzeichnet und damit den Weg für weitere Partnerschaften bereitet. Bereits mit drei Beteiligungen aus dem Portfolio von Softbank ist man eine Kooperation eingegangen, darunter Auto1 Group, einer der weltweit größten Hotelketten OYO sowie der weltgrößte Anbieter von Services für das Management von Mobilgeräten und Zubehör Brightstar. Die Softbank Group soll Wirecards geografische Expansion nach Japan und Südkorea unterstützen sowie mit globalen Portfoliogesellschaften der Softbank digitale Payments ermöglichen. Die Japaner verfügen mittlerweile über 100 Beteiligungen, bei denen sie entweder direkt oder indirekt über Tochterunternehmen Anteile halten und damit milliardenschere Marktführer besitzen.
Dies sollte erst der Beginn einer fruchtbaren Kooperation sein und weitere Türen für Wirecard in Zukunft öffnen.

Bereits alles ausgestanden?

Eine Reihe kritischer Berichte der „Financial Times“ rund um den Autor Dan McCrum hatte die Wirecard Aktie Anfang des Jahres lediglich abstürzen lassen. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin sowie das Unternehmen selbst hegen den Verdacht, Wirecard sei Opfer von Leerverkäufern geworden. Daraufhin hat die Bafin für zwei Monate sogar neue Leerverkäufe verboten. Dies konnte allerdings der Schwankungsanfälligkeit der Wirecard Aktie wenig helfen. Mittlerweile konnte das Unternehmen Beweismittel über einen Mitschnitt eines Gespräches zweier Investoren, indem es um einen bevorstehenden Bericht der Londoner Wirtschaftszeitung über Wirecard gehe, an die Staatsanwaltschaft München übergeben. Seit Anfang des Jahres hat das Zeitungsblatt mindestens fünf Mal über ominöse Zahlungsströme und Vorgänge in der Wirecard-Niederlassung in Singapur berichtet und damit heftige Kursverluste ausgelöst. Zum Höhepunkt fiel die Wirecard Aktie von 170 Euro auf unter 90 Euro und halbierte sich damit annähernd. Wirecard hatte Details zum lang erwarteten Prüfbericht der auf Compliance-Themen spezialisierten Kanzlei Rajah & Tann veröffentlicht. Wesentliche Vorwürfe wurden darin entkräftet beziehungsweise widerlegt. Mittlerweile konnte die Aktie wieder deutlich zulegen bis auf 150 Euro. Allerdings steht sie damit immer noch unter dem vor den Vorwürfen der FT gelegenen Kurs. CEO Markus Braun habe Besserung bei der Kommunikation nach außen versprochen. Mit ca. 7 % aller Aktien hat Brauch ordentlich Skin in the Game und ist mit seiner Langfriststrategie bisher gut gefahren und verspricht weiterhin ordentliche Wachstumsaussichten.

Positiver Analystenkonsens

Experten sehen für die Wirecard Aktie weiterhin Potenzial. Im vergangenen Monat haben 13 namhafte Analystenhäuser ihre Kursziele abgegeben. Das durchschnittliche Kursziel geben sie bei 213,62 Euro ab. 12 stufen den Titel mit Kaufen ein, lediglich einer mit Halten. Analyst Antonin Baudry von der britischen Investmentbank HSBC hat die Wirecard Aktie mit “Buy“ Kursziel 225 Euro eingestuft. Der Aktienkurs sei nach der Halbjahresbilanz des Zahlungsabwicklers trotz neuer Verträge oder auch der höher gesteckten Unternehmensziele seitwärts gelaufen, schrieb er an einer vorliegenden Studie.

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FAZIT:

Unterm Strich dürfte Wirecard also weiterhin deutlich wachsen. Mit strategischen Partnerschaften, als auch mit neuen und innovativen Produkten möchte der Zahlungsdienstleister künftig sein operatives Geschäft ausbauen. Als langfristige Vision bis zum Jahr 2025 wurde von CEO Markus Braun folgende Werte definier: ein Transaktionsvolumen von über 710 Mrd. Euro bei einem Umsatz von über 10 Mrd. Euro. Das EBITDA soll sich auf einen Wert von 3,3 Mrd. Euro erhöhen, was bei einem derzeitigen voraussichtlichem EBITDA in diesem Jahr in einer Spanne von 760 bis 810 Mio Euro noch ausreichend Potenzial bietet. Für Wachstumswerte weist Wirecard somit ein derzeit gutes Chance-Risiko-Verhältnis auf. Dennoch sollte man die Kritiken der Financial Times nicht komplett aus dem Blick verlieren.
Bildherkunft: https://www.wirecard.com/de/unternehmen/newsroom


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